Über diese SeiteDiese Seite bietet einige grundsätzliche Informationen zum Thema Modell-Hubschrauber bzw. Modell-Helikopter für Anfänger. Dieses Hobby ist nicht so alt, wie man vielleicht denkt. Natürlich gibt es schon seit Jahrzehnten ferngesteuerte Modell-Hubschrauber, aber bezahlbar wurde dies für viele Interessierte erst, als die ersten, preiswerten Elektro-Modelle auf den deutschen Markt kamen. Das ist erst wenige Jahre her, der Boom startete 2005 und ist immer noch ungebrochen.
Besonders das Fliegen-lernen wird immer einfacher, dank vieler, verbesserter elektrischer Systeme und verschiedener hochwertiger Simulatoren. Ein Simulationsprogramm für den PC spart einem eine Menge Geld für Reparaturen und Ersatzteile und darf daher ruhig einhundert bis zweihundert Euro kosten. Bei diesen Programmen ist die Simulation entsprechend realistisch, so dass man nach gut 25 Stunden Flugtraining einen Modell-Helikopter fliegen kann. In der Realität ist es dann doch noch etwas schwieriger, wenn man weiss, dass der Heli jetzt wirklich defekt ist, wenn man ungewollt landet.
Koaxiale und Pitchgesteuerte ModelleEine Alternative sind gutmütige Modelle mit koaxialem Antrieb. Diese gibt es mit vier Kanälen schon unter einhundert Euro Verkaufspreis. Wer als Anfänger etwas hochwertiger einsteigen möchte, sollte um die einhundertfünfzig Euro einplanen, dann bekommt man schon eine recht hochwertige 2,4Ghz Senderanlage, anstatt einem Infrarot-Sender. Diese Modelle sind dann in alle Richtungen, auch seitwärts, steuerbar und können richtig Spaß machen, selbst dann noch, wenn man die Großen Modelle schon längst beherrscht.
Der Vorteil des koaxialen Antriebs liegt in der extremen Flugruhe, die Modelle können, gut eingestellt, auf der Stelle in der Luft schweben, selbst wenn alle Steuerknüppel losgelassen werden. Bei Modellen, die über den Heckrotor stabilisiert werden, ist dies nicht möglich, ohne eine aufwändige und teure Elektronik einzubauen. Der Umstieg von einem koaxialem Modell auf einen über den Heckrotor gesteuerten Modell-Hubschrauber kann verglichen werden vom Umstieg eines Dreirads auf ein normales Fahrrad. Nicht umsonst wird das Helikopterfliegen als Königsdisziplin des Modellbaus betrachtet, nicht ist schwieriger zu erlernen. Einen koaxialen Modell-Helikopter beherscht man nach zwei Wochen, einen „richtigen“ Modell-Hubschrauber, der Pitch-gesteuert ist, nach ungefähr zwei Jahren, wenn man regelmäßig fliegt. Allerdings macht natürlich auch das Fliegen-lernen riesig Spaß und jede Verbesserung verursacht ein Glücksgefühl durch das Erfolgserlebnis.
Der kleine Unterschied: Modellhelikopter muss man versichern, Spielzeug nichtModelle mit Infrarot Sender sind der Definition nach Spielzeuge, alle Modell-Hubschrauber mit 35Mhz oder 2,4 Ghz sind keine Spielzeuge und müssen versichert werden. Viele private Haftpflichtversicherungen bieten hierzu spezielle Verträge an, die sehr preiswert sind und alle Modell-Hubschrauber bis 5 Kg Abfluggewicht versichern. Das schließt so ziemlich alle üblichen RTF (ready-to-fly) Modelle mit ein.
Der Vorteil von Ready-to-Fly-Modellen gegenüber BausätzenDiese komplett montierten Modell-Helikopter, die bereits alle Elektronik, wie Regler/ESC, Sender (Fernsteuerungen), Empfänger, Akku, Ladegerät, Servos und den Motor enthalten, gibt es in zahlreichen Shops, im Internet aber auch im Fachhandel. Wo man nun kauft, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Sollte man bei Online-Shops kaufen, hat dies den Vorteil, dass die später sicher benötigten Ersatzteile oft vorrätig sind und nicht extra für den Kunden bestellt werden müssen.
Wie repariere ich einen Helikopter? Infos gibt es in Foren, Blogs und auf privaten Webseiten.Auch Reparaturdienste kann man über das Internet buchen, die Preise entsprechen denen im Fachhandel und sind eine echte Alternative für alle, die keinen Laden vor der Tür haben.
Wer selber basteln möchte findet viele nützliche Seiten im Netz. Zahlreiche Internet Foren widmen sich diesem Thema, allerdings sollte man darauf achten, wer einem hier Tipps gibt, oft werden die Foren von Modellbau-Händlern gehostet und gesponsert, ohne das dies zu erkennen ist. Diese empfehlen bevorzugt die eigenen Produkte und Marken, das muss nicht schlecht sein, kann aber in die Irre führen oder teuer werden. Viele Beiträge in Foren sind von Piloten mit wenig Erfahrung geschrieben und daher wenig hilfreich, falsch oder sehr einseitig fomuliert. Ohne Erfahrung kann man hier schnell frustriert sein. Alternativ gibt es einige gute private Seiten, die über dieses schöne Hobby informieren und aufklären. Einige wenige Blogs sind im Internet zu finden und bieten viele Informationen, insbesondere für Einsteiger und Anfänger. Auch Firmenblogs können interessant sein, hier werden oft aktuelle technische Entwicklungen vorgestellt, bevor diese in den Foren und Zeitschriften diskutiert werden.

